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39 // TUMORS Sarah Krainer

Installationen, Objekte und Fotoserien inszenieren in Sarah Krainers künstlerischer Arbeit den menschlichen Körper als unvollendete Skulptur. In der in the smallest gallery ausgestellten Fotografie, welche Teil einer performativen Porträt-Serie ist, fungiert der eigene Körper als Ausgangsmaterial, um Erlebtes und Beobachtetes zu erkunden und zu formen. Die bei diesem Arbeitsprozess entstehenden spontanen und unerwarteten Bewegungen werden zu Momentaufnahmen, welche von der Kamera dokumentiert und visualisiert werden.
Um Gefühle und Zustände sichtbar werden zu lassen, bedient sich Krainer dabei meist einfacher Hilfsmittel und banaler Alltagsgegenstände. Die in der Serie Tumors verwendeten Silikonpads fungieren somit in erster Linie als Werkzeug, um Emotionen zu ergründen und zu transformieren. Der Körper verbleibt dennoch fragmentarisch und als unvollendete Skulptur zurück.

Sarah Krainer *1982 Innsbruck, lebt als freischaffende künstlerische Fotografin, multidisziplinäre Grafik-Designerin, Art & Creative Director in Wien. Absolventin Schule Friedl Kubelka | Künstlerische Fotografie bei Anja Manfredi und Web Design Akademie Innsbruck.